Das Glück zu leben

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Lebensqualität lässt sich im Materiellen steigern, aber Lebendigkeit, in der unser Glück wohnt, kennt keine Steigerung. Mehr leben als gerade ist, geht nicht.

Jedoch kann das Empfinden von Lebendigkeit gemindert werden. Unser pausenloses Denken leistet dies. Es entfernt uns von Leben. Da beginnen unser Unglück und unsere Sehnsucht, denn im Denken empfinden wir Mangel.

Aus dieser Empfindung wachsen Vorstellungen über eine bessere oder auch schlechtere Zukunft, die uns von der gegenwärtigen Lebendigkeit weiter entfremden und den Mangel verstärken. Es gibt kein Glück in der Zukunft. Leben kann nicht aufgeschoben werden. Lebendigkeit ist immer und sie ist jetzt oder gar nicht.

Im Denken wirst du nie Glück finden – im Gegenteil.

Die Quelle ursprünglichen Glücks ist ganz nah und sehr einfach beschaffen. Sie kann durch nichts erworben werden. Sie ist der Körper. Froh stimmt dich, wenn der Körper leben kann – im Gehen an der frischen Luft, in Stille und in der Natur; am besten barfuss, so dass die – hoch empfindungsfähigen – Fusssohlen Erde und Gras berühren können. Ebenso erfährst du Glück bei Gartenarbeiten, im Atem- und Kältetraining ... So einfache Dinge wie Auf-Atmen, Bewegung, Berühren der Erde sind alles, was wir benötigen, nichts außerordentliches, nichts lautes, nein, wahres Glück liegt in einer stillen Freude.